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Glühende Nadeln setzen ein Zeichen – ratternde Nähmaschinen in der „Zweiten Heimat“

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Seit dem 27. April 2020 ist es Pflicht, beim Einkaufen und im ÖPNV ein „Maske“ zu tragen bzw. den Mund und die Nase zu bedecken. „Ich schütze Dich und Du schützt mich“ lautet das Motto, dass zur in Corona-Zeiten so dringend notwendigen, gegenseitigen Solidarität aufruft. Doch was tun, wenn die Maskenpflicht zwar besteht, aber noch lange nicht für jeden Mitbürger eine Maske verfügbar ist? Kreativität ist in diesem Zeiten gefragter denn je und so beschlossen einige Kolleginnen und FSJlerinnen sowie deren Mütter, sich an die Nähmaschine zu setzen und für alle, die nicht selbst nähen können, Behelfsmasken anzufertigen. Wer in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen Bedarf hatte, konnte sich in der „Zweiten Heimat“ melden und bekam die Masken nach Hause geliefert- kontakt- und vor allem kostenlos. Das Angebot an Masken im Handel ist mittlerweile groß und umfangreich in Design, wie aber auch im Preis. Und da Masken nach einmaligem Tragen gewaschen werden müssen, empfiehlt es sich mindestens zwei davon zu besitzen – je nach Personenanzahl im Haushalt oder ökonomischen Verhältnissen ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Viele insbesondere ältere Mitbürger nahmen das Angebot dankbar an und so wechselten bereits 350 Masken in den letzten Wochen den Besitzer. Solidarität bedeutet, wenn alle an einem Strang ziehen und niemanden allein lassen. Und so danken wir allen, die in den letzten Wochen mit Eifer, Stoffresten, Nähmaschine und glühenden Nadeln ein Zeichen für gegenseitige Solidarität setzten.

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