FSJ-Blog

Meine erste FSJ-Corona Ferienfreizeit

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Mein aller erster Arbeitstag war der 03.08.2020. Zufälligerweise fiel dieser Tag auf die vorletzte Sommerferienwoche. Das bedeutet: Ferienfreizeit in der “Zweiten Heimat” – und das trotz Corona. Obwohl ich am ersten Tag später kam als der Rest (auf Grund eines Termins für ein Gesundheitszeugnis vom Gesundheitsamt), nahm mich jeder sehr herzlich auf. Das hat mir den Anfang zum Glück sehr leicht gemacht. Ich konnte direkt mit einsteigen und bei einem Gruppenspiel helfen. So lernte ich die Kinder und Kollegen direkt besser kennen. Ab dem zweiten Tag, an dem ich dann übrigens “pünktlich” war, bekam ich Aufgaben wie Brötchen für das Frühstück vorbereiten, oder Mittagessen verteilen (ein kleiner Funfact am Rande: in beiden Gruppen der Freizeit haben wir gemeinsam 850 Brötchen gegessen und 700l getrunken). Da ja “Corona ist”, müssen wir darauf achten, dass sich jeder an die Abstandsregeln hält und dass jeder sich ordentlich die Hände wäscht. Also schmierten wir die Brötchen und verteilten sie an die Kinder, damit nicht jeder zweite den Nussnougat-Aufstrich anfassen muss. Zum Mittagessen bekamen wir Essen von Guido Kröffs Gasthaus „Till Eulenspiegel“ geliefert. Guido verzauberte uns mit seinen Speisen, welche von Spaghetti Bolognese bis zu Burgern reichten.

Über die zwei Wochen Corona-Ferienfreizeit unternahmen wir verschiedene Aktionen von Stabpuppen basteln bis hin zum eigenen Legofilm drehen. Ich denke, dass hat den Kindern sowie uns Betreuern viel Freude bereitet.

Ich war beide Wochen im Jugendhaus, also machten wir pro Woche einen Waldtag, damit die Kinder auch mal draußen toben konnten, wie die Gruppe am „Am Flürchen“. Als der Tag gekommen war, packten wir Teller, Besteck, Becher und natürlich auch zum Überleben Wasserkanister und Seife in ein Auto und brachten alles zum Treffpunkt in den Wald. Da wir aber keine 18 Kinder ins Auto bekamen, begaben wir uns nach dem Frühstück auf die Wanderung zur Grillhütte. Es war absolutes Neuland für mich, wie es ist mit Kindern wandern zu gehen. Ich bildete also das Schlusslicht und behielt so die Gruppe von hinten im Auge, damit niemand unauffällig verschwindet. Dies war auch zum Glück nicht der Fall. Aber ich bin erstaunt mit welcher Ruhe und Gelassenheit Kinder spazieren können. Da ist Vieles interessanter als der Weg selbst und man bleibt

hier und da mal stehen, einfach um irgendetwas auf dem Weg zu beobachten. Obwohl wir langsam gingen, kamen wir sehr zeitig im Wald an. Dort wurden dann erst mal Hütten gebaut und Kartenspiele gespielt. Ebenfalls hörten wir Musik und machten Stop-Tanz dazu. Nach einem langen, aber sehr schönen Tag im Wald kamen wir zurück zum Jugendhaus. Dort wartete bereits ein Kind mit Straßenmalkreide auf mich. Und ich kann jetzt mit stolz sagen, ich kann jetzt ein Einhorn mit und ohne Flügel malen:). Nach einer tollen Mal-Session gab es Nachtisch welcher vom Hotel „Zugbrücke“ gesponsert wurde. Freitags gab es beispielsweise selbstgemachtes Eis (welches unfassbar gut schmeckt, falls man mich danach fragt :D). Auch bekamen wir malMousse au Chocolat mit Schokostückchen, oder Obstspieße etc. (was ebenfalls alles sehr lecker war!!). Der Nachtisch hat sich für jeden gelohnt, würde ich mal sagen. Denn jeder hat sich auf die Tage mit Nachtisch besonders gefreut.

Doch leider gehören nicht nur die spaßigen Sachen zur Freizeit. Hier und da muss man auch mal im Haushalt helfen. Damit man nicht im Dreck eingeht, versteht sich XD. Also gehörte Mülleimer leeren und Spülmaschine ein- und ausräumen zu meinen täglichen Aufgaben. Aber für die Freude der Kinder kann man darüber hinweg sehen.

Mein absolutes Highlight möchte ich hier auch noch mit euch teilen. Das waren die Komplimente der Kinder. Zum Beispiel wurden Sachen gesagt wie: „Dann haben wir ja Glück, dass wir diesmal in der Ferienfreizeit dabei sind, jetzt bist du ja da!“. Solche Aussagen machen einen doch glücklich und versüßen den Tag. Und was ich hier ebenfalls gelernt habe, man fragt Kinder nicht wie alt sie einen schätzen. So wurde ich mit meinen 18 Jahren, mal eben auf 30 und fast 100 geschätzt, aber nach einem herzlichen Lachen vergisst man so etwas schnell wieder.

Alles in allem kann ich sagen, es waren zwei schöne Wochen und ich freue mich auf die nächste Ferienfreizeit.

(Geschrieben von Eva – FSJ)

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