FSJ-Blog

Orientierungslos durch Höhr-Grenzhausen und Umgebung

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„Passt der Karton noch auf den Rücksitz? Der Kofferraum ist schon voll.“ – „Nein, wir müssen ihn noch irgendwie nach hinten bekommen…“.
So oder zumindest so ähnlich begann unser Dienstagmorgen, an dem wir unsere neuen Programmhefte an den Schulen in und um Höhr-Grenzhausen verteilten. Die Programme zählten wir ein paar Tage zuvor passend ab, damit die Schulen die passende Anzahl an Infomagazinen bekamen, die sie benötigen.

So hatten wir am Ende Kartons, welche von 70 bis zu über 350 Hefte enthielten. Als wir mein Auto endlich fertig beladen hatten, konnte es für Jan und mich auch endlich losgehen. Also “gurkten” wir durch die Gegend und klapperten die verschiedensten Schulen ab. Durch “Corona” ist diese Aufgabe jedoch zu einem großen Abenteuer geworden. Wir mussten bei jeder Schule vorher anrufen, bevor wir dort ankamen. Teilweise mussten wir die Kartons bei dem Hausmeister abliefern, oder sollten das Sekretariat suchen, damit wir die Programme abgeben konnten. Aber nicht nur das war ein Abenteuer. Nein, auch die richtige Schule zu finden fiel uns nicht immer sehr leicht. Einmal standen wir zehn Minuten vor einer Schule und wunderten uns, warum uns keiner entgegenkam um die Programme abzuholen. Also riefen wir erneut an um Bescheid zu sagen, dass wir da seien, man hätte uns ja auch vergessen haben können. Als wir fast weitere fünf Minuten warteten fiel uns auf: „Wir sind bei der falschen Schule!“. Wir hätten bloß 500m weiter fahren müssen und wären bei der richtigen Schule gewesen… wer lesen kann ist klar im Vorteil, sage ich bloß noch dazu. Als wir dann richtig waren, wartete man bereits auf uns und mit einem Lachen war die ganze Situation wieder in Ordnung. Ebenfalls ist es sehr abenteuerlich, wenn das Navi einen über einen privaten Fußweg schicken will – mit dem Auto. Aber nach einigem Suchen, findet man auch andere Wege, zwar nicht immer einen Parkplatz, aber das ist ja nur eine Nebensache. Zu meinem Nachteil schafften wir nicht alle Schulen in einem Durchlauf. Dienstags fuhren wir ca. 60 km um die Programme an die Schulen zu liefern, aber da wir nicht fertig wurden, fuhr ich mittwochs nochmal alleine los. Leider hatte ich das Pech und erwischte die schwerste Kiste von allen und hatte niemanden dabei, der mir hätte helfen können. Mit Ach und Krach habe ich es dann doch noch geschafft die Kiste aus dem Auto zu wuchten und zum Schultor zu schleppen. Dort war ich dann aber doch schon sehr verzweifelt, ich hatte ja noch ca. die Hälfte des Weges vor mir und bei meinem Glück auch noch Treppen. Aber bevor ich am Ende meiner Kräfte war, kam mein Retter. Ein ganz netter Mann (Lehrer oder Hausmeister), der mir die Kiste abnahm und sie für mich ins Sekretariat brachte. Ich bin bis heute dankbar dafür. 1. Hätte ich es mit dem Karton nicht noch einen Schritt weiter geschafft und 2. war mein Sport für die Woche damit definitiv schon erledigt. Als ich endlich alle Programme verteilt hatte, war ich superfroh wieder im Jugendhaus angekommen zu sein. Dort wurden dann auch erstmals die “Beine hochgelegt” und der Morgen wurde ruhig beendet.

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