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“Westerwald-Kinder” – ein wirklich wichtiges Projekt

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Eine Woche später als ursprünglich geplant, begann am 11. Januar 2021 für uns FSJler der erste Arbeitstag nach den Weihnachts-Betriebsferien. An diesem Tag „produzierten“ Jan und ich ca. 30 Keramiktafeln aus Ton für die Aktion „Westerwald-Kinder“. Diese Aktion wird vom Kinderschutzbund Ortsverband Höhr-Grenzhausen organisiert und handelt kurz gesagt davon den Kindern den Wald näher zu bringen und diesen auch wieder wachsen zu lassen. Wer dabei helfen möchte, kann entweder spenden, also Sponsor werden, oder sich eine Baumpatenschaft zulegen. Die Keramiktafeln die wir hierbei herstellen sind für die Baumpaten. Auf diese kann man einen Spruch, seinen Namen o.ä. schreiben lassen. Sobald die Keramiktafeln fertig sind, werden sie im Ofen bei 1200 Grad gebrannt und dann im Wald angebracht, damit man sie bei einem schönen Spaziergang durch den Wald bewundern kann. Bis jetzt haben wir schon 250 Aufträge für die Tafeln. Das sind nicht gerade wenige und es werden noch mehr, was uns natürlich sehr freut. Aber um die Platten herstellen zu können, benötigten wir noch den Ton, also fuhr ich gegen Mittag los um ihn zu besorgen. Ich kam genau zur Mittagspause dort an und durfte erst noch ein paar Minuten im Auto warten, was jedoch kein Problem für mich war. Schließlich saß ich warm und trocken und hatte so auch eine Pause, was mir sehr entgegen kam;). Als ich dann den Ton endlich abholen konnte, stellte ich fest wie schwer dieser doch war. Ich sollte fünf Stück, à zehn Kilo holen. Damit war mein Kraftsport für den Tag wohl auch geschafft.

Nachdem ich samt Ton im Jugendhaus ankam, konnten wir starten. Davor zogen wir uns aber noch eine Schürze an, damit wir unsere Klamotten nicht komplett versauen konnten. Und ich muss ehrlich sagen, mit den Kitteln hat man sich etwas kriminell gefühlt. So als würde man gleich etwas illegales herstellen, was ja zum Glück nicht der Fall war XD. Dann konnte Jan mir endlich erklären, wie man die Schilder herstellt. Man schneidet sich etwas von dem Ton ab, diesen drückt man dann in eine Gipsschablone. Diese Gipsschablonen haben einen Baum und den Spruch „Für den Wald/Für unsere Kinder“ eingraviert. Wir müssen darauf achten, dass wir alles gut festdrücken, damit keine Risse im Ton entstehen und damit man den Text am Ende auch gut lesen kann. Es ist immer sehr ärgerlich, wenn wir mit viel Mühe eine Platte gemacht haben und diese am Ende nicht nehmen konnten, weil man etwas nicht lesen konnte. Wenn wir den Ton dann in eine Form gepresst haben, und noch etwas von diesem überstand, schnitten wir ihn ab. Dann legen wir die befüllte Schablone etwas an die Seite, damit der Inhalt schon mal antrocknen kann. Nach ein paar Minuten kann man das Schild dann auch wieder aus der Schablone heraus holen. Dafür lockert man es vorsichtig und kann die Schablone schließlich umdrehen, sodass einem die Tafel auf die Hand „fällt“. Dabei achten wir darauf, dass wir vorne keine Fingerabdrücke hinterlassen die man später sehen könnte. Zum Schluss müssen wir noch zwei Löscher in die Tonschilder machen, damit man sie, nachdem sie gebrannt wurden, auch festschrauben kann. Am Ende haben wir alle Schilder auf Holzbrettern gesammelt und diese mit einem Tuch abgedeckt, bis wir sie zum Brennen bringen konnten. Am Tag stellten wir meistens zwischen 30 bis 40 Platten her. Das hing davon ab, ob man den ganzen Tag daran arbeitete und ob man zu zweit, oder alleine war. Ich gebe zu, diese Arbeit war etwas eintönig, aber mit Musik oder einem Podcast im Hintergrund konnte man sie gut schaffen.

Geschrieben von Eva

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